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Der ASV Köln bei den 66. Deutschen Hallenmeisterschaften der Leichtathletik

veröffentlicht am 18.02.2019

Die 66. Deutschen Hallenmeisterschaften am vergangenen Wochenende in der Arena in Leipzig standen für die Leichtathleten des ASV Köln ganz im Zeichen der Sprinter und Mittelstreckler.

Joshua Hartmann hatte sich in den letzten Wochen mit einigen furiosen Rennen zum Medaillenkandidat aufgeschwungen. Mit 6,64s war er beim PSD-Bank-Meeting in Dortmund Ende Januar bis auf 0,01s an die Norm für die Hallen-EM-Norm rangelaufen und stand vor den Meisterschaften auf Rang zwei der Deutschen Bestenliste. In Leipzig fehlte dem Schützling von Trainer Jannik Engel dann aber doch ein wenig die Frische, um sich hier weiter zu steigern. 6,70s im Vorlauf ließ Hartmann im Finale noch einmal 6,70s folgen und belegte hiermit Rang 4. Die Medaillen gingen in 6,59s an Kevin Kranz, 6,67s an Michael Pohl (beide Sprintteam Wetzlar) und 6,68s an Michael Bryan (LC Rehlingen).

Trotzdem muss man Hartmanns vierten Platz als Erfolg werten. Trainer Engel hierzu: „Wir haben auch nach den fast schon unerwartet schnellen Zeiten über 60m unser Ziel über 400m im Sommer die gesamte Hallensaison nicht aus dem Auge verloren. Joshua möchte im Juli zur U23-Europameisterschaft über 400m und dafür mussten wir in der zweiten Januarhälfte und jetzt im Februar viele Grundlagen legen. Wir sind froh, dass wir das so konsequent durchgezogen haben. Es werden noch viele Deutsche Meisterschaften für Joshua kommen.“

Über 800m wagte Vera Hoffmann (Foto: beautiful-sports) ebenfalls einen „Sprinttest“. In zwei Wochen für Luxemburg bei der Hallen-EM in Glasgow am Start, wollte Hoffmann in Leipzig auf der Unterdistanz noch einmal ihre Schnelligkeit testen. Nach einem lockeren Vorlauf in 2:12,47min zog sie als Laufsiegerin in das 800m-Finale am Sonntag ein. Im Finale steigerte sich Hoffmann dann auf 2:08,65min und belegte einen guten fünften Platz. Nach einem Staffelstart über 3x800m am kommenden Wochenende in Sindelfingen, folgt nun in zwei Wochen der Saisonhöhepunkt bei den Halleneuropameisterschaften dann wieder über die gewohnten 1500m.

Im zweiten 800m-Vorlauf reichten dagegen gute 2:09,38min für Hoffmanns Vereinskollegin Christina Zwirner nicht aus für einen Finaleinzug.

Die etwas gewöhnungsbedürftige neue Regel des Deutschen Leichathletik-Verbands die Vorläufe zu Halbfinals zu deklarieren und nur noch nach Platzierungen die Finalplätze zu vergeben sollte auch noch Cynthia Kwofie über 200m zum Opfer fallen. In 24,16s stellte die erst 17-jährige Nachwuchssprinterin im 200m-Vorlauf eine neue Bestleistung auf. In ihrem Lauf bedeutete das Rang drei, den zweiten Vorlauf hätte Kwofie mit der Zeit gewonnen und im dritten wäre sie auch zweite geworden. Qualifikationsmodus war allerdings in allen drei Läufen nur jeweils die ersten beiden. Kwofies Trainer Tobias Rüttgers dazu: „Die neuen Regeln wie sich die Athleten für Finale bei Deutschen Meisterschaften qualifizieren sind für uns nicht wirklich nachvollziehbar. Man muss sich jetzt auf das Setzschema aus dem Wettkampfbüro verlassen und das ganze hat ein wenig mehr was von einer Lotterie. Wir wollen uns allerdings jetzt auch nicht zu sehr ärgern. Cynthia fährt nun mit der zweitbesten Zeit zu den Deutschen Jugendmeisterschaften nach Sindelfingen am kommenden Wochenende und wird sich hoffentlich hier ihre verdiente Medaille holen.“

Insgesamt darf man mit dem Abschneiden in Leipzig im ASV-Lager zufrieden sein. Natürlich wäre eine Medaille schön gewesen, aber es tasten sich immer mehr Nachwuchsathleten an den Aktivenbereich ran und Top-Athleten wie Weitspringerin Alexandra Wester, für die die Meisterschaft nach Ihrer Fußverletzung letzten Sommer in Berlin noch zu früh kam oder Anna Gehring, die sich in diesem Winter auf Crossläufe konzentriert, waren noch nicht einmal am Start.

Der ASV Köln bei den 66. Deutschen Hallenmeisterschaften der Leichtathletik
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