Erfolgreiche Deutsche Meisterschaften in Bochum-Wattenscheid: Titel für die ASV-Sprintstaffel
Das Sprintquartett des ASV Köln ist bei den Deutschen Meisterschaften in Bochum-Wattenscheid seiner Favoritenrolle gerecht geworden. Joshua Hartmann, Marvin Schulte, Ben Steinhoff und Chidiera Onuoha gewannen den Titel über die 4x100 Meter in 39,57 Sekunden vor dem Hamburger SV (39,70 sec). Die Leistung ist umso höher einzuschätzen, da der erst 18-jährige Ben Steinhoff auf Position drei den verletzten Kurvenläufer Maurice Grahl kurzfristig ersetzen musste.
„Ben ist eine sehr starke Kurve gelaufen und hat im Vergleich zu den auf dem Papier deutlich stärkeren Läufern nichts verloren“, lobte ASV-Staffeltrainer Tom Oeppert den Jugendläufer, der beim ASV Köln von Jakob Melter trainiert wird. Trotz eines wackligen letzten Wechsels auf Schlussläufer Chidiera Onuoha reichte es am Ende für Gold. „Die Übergabe war nicht gut, Chidi musste viel Geschwindigkeit rausnehmen, um den Stab noch in der Wechselzone zu bekommen. Dann hat er aber mit einer sehr starken Zielgeraden den Titel gesichert“, so Oeppert.
Hartmann holt Bronze und EM-Norm über 200 Meter
Über die 200-Meter-Distanz sicherte sich Joshua Hartmann am Sonntag die Bronzemedaille (20,43 Sekunden) hinter Owen Ansah (Hamburger SV / 20,13 sec) und Kameron Horton (Cologne Athletics / 20,40 sec). Mit seiner Zeit unterbot Hartmann die geforderte EM-Norm von 20,45 Sekunden, was ihm einen Startplatz bei den Europameisterschaften im britischen Birmingham einbringen dürfte.
Im 100-Meter-Finale war Marvin Schulte der einzige verbliebene ASV-Sprinter, nachdem Chidiera Onuoha tags zuvor wegen eines leichten Ziehens im Oberschenkel nach dem Vorlauf (10,38 sec) zugunsten der Staffel auf das Halbfinale verzichtet hatte. Schulte belegte im Finale in 10,29 Sekunden einen starken siebten Platz.
Überraschender sechster Platz für Therese Schuhenn
Eine beachtliche Leistung zeigte Therese Schuhenn im 1500-Meter-Finale der Frauen. Die 23-Jährige lief in einem taktisch geprägten Rennen mutig mit und sicherte sich durch einen beherzten Zwischenspurt vor der letzten Runde in 4:25,65 Minuten den sechsten Rang. „Das war nicht zu erwarten, sie hat eine Superleistung gezeigt und einige Läuferinnen hinter sich gelassen, die deutlich stärkere Bestleistungen aufweisen“, resümierte ASV-Cheftrainer Jonas Fischer. Bereits im Vorlauf hatte Schuhenn mit einer persönlichen Bestleistung von 4:19,49 Minuten überzeugt.
Ergänzt wurde der starke Auftritt des Vereins durch die 4x400m U20-Staffel mit Valentino Fortmann do Rego, Theo Kleiner, Milan Emrich und Jakob Kelkel, die sich ebenfalls erfolgreich auf nationaler Bühne präsentierte.
Gute Leistungen zeigten zudem Felix Wittmann (1:49,87 min) und Lysann Helms (2:06,92 min), die sich in stark besetzten Vorläufen über 800 Meter teuer verkauften und den ASV Köln in Wattenscheid gut repräsentierten.