Donnerstag, 15 Juni 2017

Ironman 70.3 Kraichgau

Ironman 70.3 Kraichgau Mona Requardt
Am letzten Sonntag war es endlich so weit: meine erste Mitteldistanz beim 70.3 Ironman im Kraichgau stand an. Bereits am Samstag morgen ging es mit Vorfreude, aber auch einer Menge Respekt nach Bad Schönborn, um rechtzeitig um 13.00Uhr bei der Wettkampfbesprechung zu sein. Nach einer kurzen Rad- und Schwimmeinheit am Nachmittag, mussten dann nur noch die Beutel für die Wechselzonen gepackt werden und das Rad konnte eingecheckt werden. Jetzt gab es also kein Zurück mehr.
Der nächste Morgen begann überraschend ruhig, wurde dann aber noch mal kurzzeitig sehr emotional als ich an den See kam und hier schon so viele Leute standen. Ich hatte doch ein bisschen Angst davor, dass irgendwas schief gehen könnte. Diese Angst war dann aber verflogen, als ich Stefan und Sascha am Schwimmstart getroffen und wir entschieden haben zusammen zu starten. Bei dem Rolling Start wurden alle 4 Sekunden 4 Starter ins Wasser gelassen, um das Feld zu entzerren und Kämpfe zu vermeiden. So war es dann auch. Ich kam ziemlich schnell in meinen eigenen Rhythmus. Nach ziemlich genau 35 Minuten und somit genau meiner angepeilten Zeit kam ich aus dem Wasser. Nun konnte das Rennen also losgehen und ich war bei meiner Lieblingsdisziplin angekommen. Beim Versuch aufs Rad zu springen, habe ich dann auch gleich meine Radflasche hinterm Sattel verloren, aber nach einer kurzen Extrarunde zurück, konnte es dann losgehen. Die Runde ging 90km quer durch den Kraichgau mit ca. 1000 HM. Das Auf-und Ab, Schlängeln durch kleine Ortschaften und immer wieder Zuschauern an der Strecke haben die KM sehr kurzweilig gemacht. Nach 3:02 Std. war es dann „leider“ vorbei und der anstrengendste Teil des Tages stand an. Die 21 KM aufgeteilt in 3 Runden durch Bad Schönborn haben sich ganz schön hart angefühlt, wurden aber auch hier wieder von einer Menge Zuschauer erträglicher gemacht. Bei Temperaturen über 30 Grad war ich froh über jeden Becher Wasser und Schwämme, die ich zur Abkühlung nutzen konnte. Zum Glück hatten zudem einige Anwohner ihre Rasensprinkler auf die Straße gestellt. Gefühlt im Schneckentempo ( so schlecht war es dann am Ende gar nicht ;-)) habe ich dann nur noch versucht irgendwie ins Ziel zu kommen. Den Blick auf die Uhr habe ich mich nicht mehr getraut.  Und dann war es endlich soweit, ich konnte in den Zielkanal abbiegen, wo bereits meine Eltern und mein Freund, die mich den ganzen Tag unterstützt haben, auf  mich gewartet haben. Ich habe es geschafft J
Zum Glück habe ich dann vor Abreise die Ergebnisse online gecheckt und vollkommen überrascht festgestellt, dass ich 2. in meiner AK geworden bin. Manchmal braucht man auch ein wenig Glück ;-) Somit wurde die Rückreise nach hinten verlegt und wir konnten das schöne Wochenende mit der Siegerehrung abschließen.