Geschichte

Die Plastikdisc setzte sich in den 1960er Jahren in den USA durch und hat mittlerweile eine weltweite Anhängerschaft von weit mehr als einer Million Aktiven gewonnen. Das Mannschaftsspiel "Ultimate" wird häufig als Königsdisziplin des Discsports bezeichnet. Daneben gibt es eine Reihe weiterer Disziplinen für Einzelspieler und Teams, wie Disc-Golf, Double Disc Court, Weitwurf oder Freestyle.

Um vom gewöhnlichen „Hin- und Herwerfen“ der Flugscheibe wegzukommen, entwickelten Studenten in den sechziger Jahren Wettkampfformen, von denen heute noch einige erhalten sind. „Ultimate“ wurde erstmals 1968 in der heutigen Form gespielt und führte an den amerikanischen Universitäten zu massenhaften Clubgründungen. Noch immer stellen die Amerikaner das größte Spielerpotenzial, wobei einige Universitäten mehr als 600 Spieler in bis zu 40 Teams aufweisen. In Deutschland gibt es knapp 2.000 aktive Verbandsmitglieder sowie (geschätzt) mindestens noch einmal so viele nicht registrierte Spieler, die teils leistungsorientiert, teils nur zum Spaß Discsportarten betreiben.

1981 fand die erste Deutsche Meisterschaft im Ultimate in Duisburg statt. Seit 1991 ist Ultimate zusätzlich offizielle Wettkampfdisziplin des Allgemeinen Deutschen Hochschulsportverbandes (adh). An den 13. Ultimate und Guts- Weltmeisterschaften im August 2008 im Vancouver nahmen knapp 1.600 aktive Sportler aus 21 Ländern teil. Die fünf besten Nationen qualifizierten sich für die World Games 2009 in Kaohsiung, Taiwan. Deutschland war 2001 in Akita und 2005 in Duisburg bei diesen „Spielen der nicht-olympischen Sportarten“ vertreten, ist für 2009 jedoch nicht qualifiziert. Allerdings errang die deutsche U20-Nationalmannschaft mit Bronze als einziges europäisches Team eine Medaille.

Die am zweitstärksten verbreitete Sportart nach Ultimate ist mit heute weltweit etwa 20.000 registrierten Aktiven Disc-Golf. In Anlehnung an das traditionelle Golf wird hierbei mit unterschiedlichen Scheiben auf Körbe anstatt in Löcher gespielt. Ziel ist es, einen Parcours mit möglichst wenigen Würfen zu durchlaufen. Neben den Disc-Golfern verfügen auch die "Beach Ultimater" und die „Freestyler“ über einen eigenen Verband. Weitere Einzeldisziplinen sind Weitwurf (Distance), Zielwurf (Accuracy), sowie verschiedene Arten von Selbstfangwürfen (Self Caught Flight, Maximum Time Aloft, Throw, Run & Catch).

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